Unter dem Feigenbaum

Unter dem Feigenbaum

Eine malerische Landschaft geprägt von Hügeln, Bäumen, Rebstöcken und zwitschernden Vögeln liegt vor mir. Ein Ort wie aus einem romantischen Bilderbuch geschnitten. Mit dem Titel «unter dem Feigenbaum» hört sich das Ganze nicht nur wunderschön an, sondern entspricht sogar zu 100% der Wahrheit.

Vor unserem kleinen AirBnB-Häuschen steht tatsächlich ein grosser Feigenbaum sowie zwei Liegestühle, die unter einem Ausläufer des Baumes Platz finden. Über die Mauern aus zusammengewürfelten Steinen im Toskana-Stil wächst zudem irrsinnig viel Rosmarin, auch das ist ein schöner Ausblick. Um vor Stress in seinen vielen Facetten zu entkommen, haben Sarah und ich uns entschieden, vor unserem Hochzeitsfest noch etwas Urlaub einzuschieben – in diesem Kontext fiel unsere Entscheidung auf einen abgelegenen Ort an der Grenze zwischen Umbrien und der Toskana (Italien). Hier verbringen wir nun ein paar ruhige Tage und versuchen die lang ersehnte Entspannung herbeizuführen.

Unter dem feigenbaum

In den letzten Monaten war ich mit extrem vielen Dingen gleichzeitig beschäftigt, so erschien es mir selbst jedenfalls. Da man sich in einer solchen Phase mit keinem Thema richtig auseinandersetzen kann, man hochgradig ineffizient arbeitet und sich eher reaktiv verhält, bleibt auch das Erfolgsgefühl bei erledigten Dingen weg und lässt dich komplett unbefriedigt zurück. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dieses Tal der Tränen langsam hinter mir zu lassen. Endlich. Dies ist zumindest ein Mitgrund, weshalb ich nun hier in den umbrischen Tiefen einer verträumente Landschaft verweile und das Klackern der Laptop-Tastatur still durch die Gegend schallt und sich lediglich mit dem chaotischen Krähen eines Hahns duelliert, dem wohl ziemlich egal zu sein scheint, dass es bereits mitten im Nachmittag ist.

Die ca. 700 Kilometer von der Schweiz bis hierher haben wir mit dem Tesla Model 3 zurückgelegt, den wir liebevoll Mjølnir nennen. Um hier ganz kurz in etwas Nerdtalk abzudriften: Es ist absolut beeindruckend, mit welcher Effizienz sich dieses Fahrzeug fortbewegen kann. Im Schnitt über die gesamten 700 Kilometer haben wir pro Kilometer ca. 140 Wh benötigt und der gesamte Energiebedarf lag bei etwas über 100 KWh. Sag-en-haft. Nun gut, die Reise war ohnehin in mehreren Hinsichten aufregend. An dieser Stelle lässt sich kurz an das Fahrverhalten unserer italienischen Nachbarn appellieren, was teilweise unglaublich gefährlich ist. Links, rechts vorbei schiessen und dann wieder 1,5 Meter hinter dir drängeln. Mit 40 Kilometer pro Stunde mehr als erlaubt über die holprigen Strassen brettern und gefährliche Manöver fahren? Hier drüben im lauschigen Nachbarland kein Problem. Die schrägen Schilder, die alle 50 Meter am Rand der bröckligen Strassen aus dem Boden ragen, scheinen mehr Empfehlung als irgendetwas anderes zu sein. Ein Blinker als Richtungsanzeige zu verwenden, scheint in Italien gar verboten zu sein. Die Strassen als solches sind natürlich ebenso abenteuerlich. Einerseits wird auf den besagten Schildern alle 50 Meter auf Bodenwellen oder instabiler Belag hingewiesen und andererseits sind diese Adjektive für die Beschaffung der Strassen nahezu durchgängig einsetzbar. Okay, ich bemerke gerade, dass sich zu diesen Themen doch etwas mehr Frust in mir anstaute als ich erst dachte. Daher genug davon. Trotzdem musste ich dies hier in meiner Worthalde kurz loswerden, da es auch einfach scheisse gefährlich ist und Autofahren gespickt mit Schreckmomenten nur so semi Freude bereitet.

In meiner Kindheit wurde mir jeweils gesagt, ich hätte süsses Blut. Dies wurde mir als einleuchtende und solide Argumentation eingeflösst, da ich (so meine ich mich zu erinnern) überdurchschnittlich viel von Mücken und anderem Getier gestochen wurde. Diese uralten Gedanken wurden aus den Tiefen meines Ichs hochgeschleudert, als ich 15 Sekunden nach dem Aussteigen an einem Supercharger (in der Nähe von Arezzo) von einer Tigermücke gestochen wurde. Der kleine Hypochonder in meinem Innern winkte mit besorgter Mimik von der anderen Seite des gedanklichen Zauns, ein Schild mit der Aufschrift «Malaria» hochhaltend. Heute, drei Tage und etwa 25 Stiche später, geht es mir nach wie vor gut auch wenn ich die abendliche Sonnenuntergangsstimmung aufgrund des herrschenden Mücken-Geschwirrs eher zu meiden versuche. Wer kennt es schliesslich nicht? Das leise Summen des langanhaltenden Juckens und Schmerzens ganz nah am Ohr. Während meine Finger gerade flink über die Tasten sausen und ich hier draussen unter dem Feigenbaum sitze, brennt neben mir eine Citronella-Anti-Mücken-Kerze und ich bin förmlich benetzt von einer Substanz namens «VAPE Derm Scudo Attivo - Lunga Durata». Mein Vertrauen nicht weiter gestochen zu werden fusst derweil auf der übersichtlich und ganz okay'schen gestalteten Etikette der Sprühflasche und den sechs klar hervorgehobenen Abbildungen von Insekten, die damit abgehalten werden sollen.

Nun hätte ich es fast vergessen. Dieser Supercharger in der Nähe von Arezzo. Ein merkwürdiges Fleckchen auf dieser schönen Erde. Die Ladestation befindet sich hinter einem grossen Hotel der Marke «unbewohnt» und wird lediglich von einigen dem Personal zugehörigen Personen belebt. Wobei Belebung in diesem Kontext bedeutet, dass man in den leeren Hallen des Gebäudes jeweils auf maximal eine einzige Person trifft, die einem wortkarg die Richtung zur Toilette weist. Die Toilette ist auch spannend! Beim Eintreten erwartet dich dort ein Raum mit durchgehend, raumhohen Spiegeln an den Wänden. Nachdem man sich irritiert umblickte und einen ersten Versuch unternahm sich darin zurechtzufinden, bemerkt man schliesslich, dass sich einzelne Spiegel als Türen zu einzelnen Kabinen aufdrücken lassen. Ohne Türgriffe versteht sich. Dies allein lässt vermutlich das Reinigungspersonal regelmässig lange, italienische Flüche gegenüber dem Innenraumgestalter ausstossen. Die Toilettenkabine als solches ist dann relativ unspektakulär, abgsehen von einer quadratischen WC-Schüssel und keinem Papier – in keiner Kabine. Und nein, es waren keine automatisierten High-Tech Toiletten. Nun gut, dem Geisterhaus und der Blasenschwäche entronnen steht man dann wieder hinter dem Hotel und betrachtet dieses bizarr wirkende Gebäude. Das Bizarre daran ist primär die absolut verlassene Erscheinung und das grosse Fragenzeichen über dem eigenen Kopf, wie sich so etwas für den Betreiber nur im Ansatz rechnet – so ganz ohne Gäste. Nach mehrmaligem Besuchen des Ortes kamen auch andere Gedanken auf... könnte es sich dabei um einen mysteriösen Umschlagsplatz für grossen Mengen Drogen handeln?

Supercharger bei Arezzo

Wie dem auch sei, ich gleite derweil desöfteren in eher destruktive Gedankengänge ab. Wobei es vielleicht auch einfach der Wahrheit entspricht, immer wieder in merkwürdige Situationen verstrickt zu sein. Wer weiss das (heutzutage) schon?

Bevor wir dieses Kapitel nun schliessen, kann ich noch ganz kurz von einem Trip nach Siena berichten. Wir waren da an einem echten Markt!

Kreisch.

Belebt wurde diese Stadt von rund 100 Millionen Touristen und einem schönen, alten Gemäuer in der Stadtmitte. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und sind gemütlich auf diesem Fort herumspaziert. Dort haben wir auch Angelo getroffen. Angelo ist eine gemeine Doppel-Grünstreif-Echse. Angelo ist cool.

Angelo

Da der Hahn in der Ferne nun verstummte und vermutlich durch ein Schwarm todbringender Hornissen niedergeknüppelt wurde, werde ich diesen Beitrag nun langsam aber sicher zu einem Ende kommen lassen. Es gibt aktuell einige Themen in dieser Welt, die Sarah und mich immer wieder beschäftigen und denen ich – wenn die Zeit reif ist – auch gerne ein paar Worte widmen möchten.

Ein Stichwort als Beispiel: Amazonasbrände.

Con queste parole, arrivederci.

Thementornado2 header

Thementornado #2

204 Tage ist es her, seitdem ich das letzte Mal für mich (also 2o1n) in die Tasten schlug. Die folgenden Worte, Zeilen und Absätze werden Ausschnitte davon erleuchten, was seither alles so geschah.

Vor ziemlich genau einem Jahr, habe ich schon einmal einen Thementornado geschrieben und darin auch den Twitter-Account @TeslaSchweiz erwähnt. Diese interaktive Twitter-Community ist in den letzten 12 Monaten stetig und sehr organisch gewachsen, was mich mit Freude und Stolz erfüllt – insgesamt weist der Account nun knapp 3'200 Follower auf. Das ist #nice. Offenbar mache ich in der Gestaltung, Formulierung und Konzeption des Contents etwas richtig. Mit der wachsenden Reichweite auf Twitter steigt auch die Visibilität und führte bereits zu spannenden, spontanen Bekanntschaften, bspw. an Superchargern.

Tesla karten

Um bei oder nach solchen Gesprächen interessierten Menschen auch etwas Kleines in die Hand drücken zu können, produzierte ich diese Kärtchen mit QR-Code, die auf den Community-Account verweisen. Einfach so. Weil's cool ist und niemand anderes sowas hat. Ha!

In den letzten Monaten ist mir vermehrt aufgefallen, dass über die digitalen Plattformen teilweise regelrecht organisierte Desinformationskampagnen verbreitet werden – schade & bedauerlich. Umso heller erschien mir der Stern mythbuster.ch von Martin Rotta, als ich auf ihn stiess. Eine geniale Sache! Denn er sammelte über eine lange Zeit viele alltägliche «Mythen» und Falschinformationen rundum das Thema Elektromobilität, dann begann er, diese mit Fakten/Studien und anderen, breit aufgefächertem Wissen zu wiederlegen. Aus diesen Grund habe ich mich mit ihm in Verbindung gesetzt und wir haben ein Format für die digitalen Medien entworfen, sodass sich diese «Facts» auf einfache Weise verbreiten lassen. Mit der Publikation davon beginne ich schon bald und bin echt auf die Reaktionen gespannt!

Ein weiteres Thema, dem ich hier gerne etwas Raum geben möchte, ist das Joggen/Rennen. Im Februar 2018 habe ich den Entschluss gefasst, jeweils montags und freitags vor dem Gang ins Büro ein frühes (!) Lauftraining in meine Morgenroutine aufzunehmen. Zugegeben, ich war und bin (nachwievor) selbst überrascht zu sehen, wie gut das funktioniert. Der Grund für dieses «Setup» ist eigentlich simpel. Ich wusste, dass ich etwas für und an meinem Körper tun muss, wenn ich eine Veränderung herbeiführen will. Schnell reagierte mein innerer Schweinehund mit den Worten «Du hast dafür doch gar keine Zeit. Wann willst du das denn tun?». Die Schlussfolgerung daraus war dann relativ zügig gefunden – ich musste diese Trainingseinheit in den frühen Morgen legen und einfach früher aufstehen. Ja, zu Beginn war es nicht einfach. Dutzende Folgen des DMAX-Klassikers «Goldrausch in Alaska» verhalfen mir über die schlimmste Zeit. Danach wurde es immer einfacher und ich begann diese «ungenutzte» Zeit mit Hörbüchern zu füllen, die ich schon lange einmal hören wollte.

Seit anfangs 2019 laufe ich nun (finally) 2x wöchentlich draussen – was natürlich viel genialer ist, als stumpfsinnig – auf die kahle Mauer starrend – auf dem Laufband zu rennen. Nun renne ich morgens durch den Wald, der soeben aus dem Winterschlaf erwacht, bin an der frischen Luft und geniesse es, meinen Körper, als eine wahnsinnig effiziente Leistungsmaschine, zu spüren.

Ich wünsche mir für die nächsten Wochen und Monate, dass ich mir etwas öfters die Zeit und Energie rausnehmen kann, um hier etwas zu schreiben. Es. Tut. Mir. Einfach. Gut. So einfach ist es nämlich. Wie andere mit einer Dreiecks-Ader auf der Stirn auf einen Boxsack einprügeln, einen Schal stricken oder Blumen umtopfen, so entspannt mich das Schreiben auf eine besondere Weise.

Weitere Dinge, denen ich in zukünfitgen Posts etwas Aufmerksamkeit verschaffen könnte; Klemmende Macbooktasten und die daraus resultierenden Gemütszustände, Einfach einmal Brot backen, Abfall minimieren (das minimalwaste.ch Projekt auf Patreon) und meine Hochzeit in diesem Jahr. Wie aufregend ist das denn?

Das wär's. Tschüss.

Schreibtisch header

Schreibtisch unleashed

Lange ist es her, seitdem ich mich an die Tasten gewagt habe. In meinem Leben ist in den letzten Monaten echt viel los gewesen und seit Mitte April sind nun sage und schreibe fünfeinhalb Monate vergangen. Shit. Das tut mir also schon Leid, so wär's nicht. Warum ich jetzt wieder schreibe und warum ich (wiedereinmal) die Ketten meines Schreibtisches sprengte, erfährst du hier:

Eine kreative Ideenflut, eine Arbeit für die Schule oder die elende Steuererklärung, es gibt die Momente, an denen man sich einfach an einen aufgeräumten Schreibtisch setzen möchte. Ja, diese Schreibtische. Oft entsprechen sie eben nicht diesem einladendem Bildnis, dass innerlich schon von Weitem anspricht und sagt «Komm einfach einmal her, setz dich hin und dann machen wir was Tolles».

In den ersten beiden August-Wochen hatte ich Urlaub und habe mir u.a. zum Ziel gesetzt, grosse Fortschritte an einer Arbeit für meine Weiterbildung zu machen. Da sass ich also an meinem Schreibtisch. Hände reibend. Zugegeben, ich war nicht nur überfordert von meiner zu bewältigenden Aufgabe, sondern auch von all dem Krempel darumherum. Das ist der Moment in dem ein mystischen Phänomen den Handlungsstrang zu bestimmen begann, ich nenne es liebevoll die «Ablenkungskette». Man sollte sich auf etwas Bestimmtes fokussieren, doch nahezu das gesamte Universum versucht dich mit anderen Dingen zu beschäftigen - so werden urplötzlich Schränke aufgeräumt, Fenster geputzt, Ming-Vasen abgestaubt und lachend verschollene Postkarten durchgesehen. Im Strudel dieser Ablenkungswelle habe ich dann schliesslich einen Gedanken gefasst, den die darauffolgenden Tage massgeblich beeinflusste: Meinen Schreibtisch gerätetechnisch neu auszustatten.

Bereits seit ich mit meiner Freundin in diese Wohnung einzog, stand da mein alter iMac (2011) - der mit dem dicken Rand - sowie mein Macbook Pro (2013) auf dem Tisch. Vor einigen Monaten, ja vielleicht auch einem Jahr, hatte ich dann die glorreiche Idee mit einem 4K Display mein «Setting» regelrecht aufzupimpen. Faktisch war es schliesslich so, dass ich den Bildschirm mit einem klobigen HDMI-Stecker mit dem Macbook verbinden musste, der den Anschein machte, für das Überstehen eines Angriffs mit Lenkraketen entworfen worden zu sein. Der Stecker war mühsam. Als ich in einer düsteren Stunde bemerkte, dass der Display einige Male ein leises Pfeifen von sich gab, war es dann genug. Die Folge dieser Geschehnisse war, dass ich den Bildschirm nicht mehr verwendete. Während ich diese Zeilen schreibe frage ich mich, warum ich nicht einfach ein neues HDML Kabel kaufte... Nein, darauf lasse ich mich jetzt nicht ein.

Deine brennendste Frage lautet nun sicherlich, für was ich den iMac überhaupt verwendete? Die Antwort darauf hängt mit meiner multimedialen Leidenschaft zusammen. Diese besteht aus Filmen und Serien. Einerseits diese zu schauen und dazu meinen Horizont zu erweitern und andererseits sie zu besitzen. Es geht mir dabei eigentlich um ein Gefühl, jederzeit auf ein Medium in bester, verfügbarer Qualität zugreifen zu können. Dies führte in den vergangenen Jahren zu einem kleinen Ritual, neue Medien mittels iFlicks mit den korrekten Metainformationen (Schauspieler, Cover, Qualität, usw.) anzureichern und anschliessend (streaming-optimiert) für den Apple-TV zu konvertieren. Ein ausserordentlich gutes Gefühl. Genau für diesen Zweck behielt ich den iMac. Dieser lud zunächst Filme, Episoden und Staffeln (zeitweise in rauen Mengen) herunter und konvertierte die Dateien danach akribisch in das Zielformat. Die einen nutzen die Rechenleistung aller zur Verfügung stehenden Altgeräte für das Mining von Kryptowährungen (zumindest als es sich noch lohnte) und die anderen konvertieren halt Filme. Für mehr nutzte ich den iMac kaum mehr, denn während der Konvertierung von Dateien war er total unbrauchbar, generell langsam und teilweise feurig heiss.

Long story short. Bereits seit Anfang dieses Jahres habe ich mir ausgemalt, wie mein die ideale Ausstattung meines Schreibtisches denn aussähe. Damals waren diese Gedanken eigentlich eher vom potenziellen Reichtum durch explodierende Krypto-Kursen getrieben, blieben mir aber erhalten.

Das Ziel verfolgend, meinen Schreibtisch neu auszustatten, sah ich mich mit diesem Moment konfrontiert. Diesen Moment, wo du - wenn du ehrlich zu dir bist - weisst, es wird nun passieren. Das neue «Setting» für den Schreibtisch war bereits (aufgrund der Krypto-Höhenflüge) lange geplant und daher nahezu klar;

  • ein Macbook Pro (15"). Space Gray. Klar.
  • Graue Tastatur und Touchpad. (habe ich mittlerweile noch mit der grauen Magic Mouse erweitern müssen, da ich mit dem Touchpad nur semi-optimal klar kam)
  • LG UltraFine 5K Display. Sieht mega aus. Mega.

Dann ging alles ziemlich schnell. Apple Store. Zuhause. Magische Unboxing-Momente à la iPhone. Finally WOW. Eine tiefe Befriedigung breitete sich aus, wie sie nur eine heisse Schokolade vor einem knisternden Kamin im winterlichen Chalet mit Schneetreiben vor dem Fenster auslösen könnte. Mindestens.

Schreibtisch oben

Schreibtisch seite

Ein weiterer Schritt war schliesslich das ordentliche Abbauen der alten Gerätschaften im Sinne von «aus dem Haushalt entfernen». Ich entschloss mich trotz widriger Erfahrungen die gute, alte Tutti-Maschinerie anzuwerfen. Klappte dieses Mal ganz gut. (weitere Erfahrungen hier).

Ich mag es mir darüber Gedanken zu machen, wie ich Vereinfachung, Minimierung und Optimierung in gewissen Situationen im Leben herbeiführen kann. Dies beisst sich natürlich auf eine gewissen Weise mit dem Konsumismus der ein zentrales Thema für mich und auch dich ist. Für mich vielleicht (manchmal) etwas mehr. Mehr dazu ein anderes Mal.

Gnüsses & Tschüss.

tutti quanti

Tutti quanti

Wer kennt es nicht? Irgendwann im Leben ist man soweit, einige seiner nicht-so-heissgeliebten Möbel oder besessene Gegenstände weiterzugeben. Ein Umzug, eine systematische Aufräumattacke oder regelmässiges, gezieltes Ausmisten. Wenn man die selektierten Dinge nicht gerade verschenken möchte, gelangt man früher oder später auf die hiesigen Internetplattformen für Auktionen oder Online-Inserate. Meine Erfahrungen im Kontakt mit potenziellen Kunden auf diesen Plattformen ist, sagen wir einmal, durchzogen. Wenn ich mir selbst überlege, auf einer solchen Plattform etwas zu kaufen (oder zu ersteigern), dann versuche ich generell einmal einen freundlichen Kontakt zum Verkäufer aufzubauen. Dies geschieht meistens in eine mehr oder minder sinnvolle Verkettung von Begrüssung, meinem Text und einer geeigneten Floskel zur Verabschiedung. Ich bin diesbezüglich kein «grammar nazi» oder so, lege aber trotzdem wert auf saubere und klare Kommunikation. Ich möchte hier ein paar meiner nahezu preisverdächtigen Verkaufserfahrungen aus meiner tutti.ch-Schatzkiste mit euch teilen.

Nun denn. Wir schreiben das späte Jahr 2016. Ein Umzug steht bevor und ich habe etliche, gut erhaltene Möbelstücke zum Verkauf auserkoren. Wobei von Verkauf an dieser Stelle kaum die Rede sein kann - förmlich nachgeworfen waren die vier modernen Stühle mit gebogener, hölzerner Rückenlehne für 5 Schweizer Franken pro Stuhl. Ein paar der Stücke, wie eine Schreibtischlampe, habe ich sogar kostenlos weggegeben. Dies hatte den einfachen Grund, dass die zur Verfügung stehende Zeitspanne für die Abholung der Möbel kurz war. So musste ich vorallem dafür sorgen, dass die Sachen wegkamen.

Natürlich war mir sofort klar, was der Interessent wollte – speziell wenn man dem Verkäufer lediglich ein «interessata» zukommen lässt. In diesen Momenten frage ich mich dann schon ein wenig, was manchen Menschen genau durch den Kopf geht und vorallem, was für eine Antwort sie sich erhoffen.

Eine weitere Krönung der tutti-Anfragen ereignete sich im März 2018, als ein Frustkauf dazu führte, dass wir uns (nach langem Hin und Her) eine neue Kaffeemaschine anschafften. Meine geschätzte Tchibo-Maschine in knallig fetzigem peperonigelb musste nun also weg. Warum also kein klarer Fall für tutti.ch? In den darauffolgenden Tagen wurde ich mit einigen «interessata» Anfragen überhäuft (siehe unten). Man darf dazu noch anmerken, dass die Kaffeemaschine kostenlos war, da ich schnell erkennen musste, dass sie leider selbst über diesen Verkaufskanal nahezu keinen Wert mehr besass... *schluchz

Obwohl dies bereits eine selektive Auswahl dessen darstellt, was man sich hier mit Schmunzeln oder schallendem Gelächter zu Gemüte führen kann, möchte ich trotzdem noch meinen Favoriten kundtun: «adress bitte». Kurz und knapp. Gerade heute, in einer Welt der Vereinfachung, eigentlich ein sagenhaft guter Schachzug – und erst noch höflich.

I'm out.

Thementornado #1

Thementornado #1

Meine letzten Zeilen, die ich für diesen Blog verfasste, sind nun fast zwei Monate her. Der Bedarf meinen Gefühlen und Gedanken Ausdruck zu verleihen und diese in Worte zu giessen wächst Tag für Tag ein wenig und nun suchen sie sich ihren Weg nach draussen. In den vergangenen 8 Wochen haben mich einige Themen beschäftigt.

Im Januar dieses Jahres habe ich den Twitter-Account «TeslaSchweiz» übernommen. Wie auch mein Vorgänger setze ich mir mit diesem Projekt zum Ziel, eine interaktive Community in der Schweiz zu etablieren. TeslaSchweiz soll eine Anlaufstelle für Besitzer von Teslas wie auch interessierte Menschen im deutschsprachigen Raum sein und gleichzeitig als Informationskanal zu wichtigen oder spannenden Themen rund um Tesla dienen. Natürlich bewege ich mich mit dieser Vorstellung nicht alleine im Feld, mittlerweile gibt es in nahezu jedem europäischen Land Dutzende solcher «Clubs» und dazugehörige Social-Media Accounts. Diese lassen sich glücklicherweise noch mit ihrem Auftreten, der Gestaltung und Informationsqualität differenzieren.

Als am 8. März 2018 der Genfer Autosalon startete, las ich von einem Unternehmen namens Caresoft, welches doch tatsächlich inoffiziell ein Tesla Model 3 ausstellte. Tesla selbst war nicht vor Ort - spannend. Im Interesse den Model 3 endlich mit eigenen Augen zu sehen, nahm ich Kontakt zum hiesigen Aussteller auf. Wir verabredeten uns für den Samstag des ersten Ausstellungswochenendes und meine Vorfreude war riesig. Als wir am Samstagmorgen die Wohnung verliessen und noch im Fahrstuhl standen, erhielt ich eine knappe E-Mail, dass das Fahrzeug aus der Halle entfernt wurde. Scheinbar war die Ausstellung des Model 3 lediglich für die ersten 3 Tage angedacht. In Gedanken sprang ich dem netten Herren – aufgrund seines Mangels an Informationen und Voraussicht – an die Gurgel. In der Realität antwortete ich ihm enttäuscht auf seine E-Mail und der Trip fiel ins Wasser. Der Frust äusserte sich zudem noch am gleichen Tag in einer neuen Kaffeemaschine.

An einem unscheinbaren Abend vor etwa vier Tagen hatte ich meinen ersten Hexenschuss. Das Gefühl von Alter und Gebrechlichkeit zuckte mir durch den Kopf wie der glühende Dolch des Schmerzes in den Rücken. Ich hörte schon viele Male – von vorwiegend Personen älterer Generationen – von diesem äusserst leidigem Erlebnis, bis dato konnte ich mir die Einzelheiten jedoch nicht vollumfänglich vorstellen. Jetzt weiss ich allerdings, dass es sich anfühlt als würde ein Teil der Wirbelsäule mit festem Griff umklammert. Ein enormes Druckgefühl, welches sich durch eine einzelne, streckende Bewegung knackend und wieder einrastend auflösen konnte. Leider ist dies nicht bis anhin nicht der Fall. Einen Tag nach dem Vorfall besuchte ich einen Osteopathen. Die überaus ungute Angewohnheit (nach einer Geschehnisses wie diesem) mittels Google nach möglichen Ursachen/Lösungen zu forschen, setzte mir den Floh ins Ohr, dass eventuell ein Wirbel leicht verrückt sein konnte. Völliger Schwachsinn, wie sich beim Besuch des Mediziners herausstellte. Trotzdem war es eine sehr bereichernde und auch «öffnende» Session. Die Betrachtung des gesamten Mechanismus des menschlichen Körpers ist schlüssig und die betrachtete Vernetzung der verschiedenen Teile und Areale des Körpers macht Sinn. Ein überaus spannendes Thema, welches ich mir auf die eine oder andere Weise sicher bald wieder zu Gemüte führen werde.

Vor etwa zwei Wochen ereignete sich ein Todesfall in meinem nahen, familiären Umfeld. Ich konnte den Prozess des Abschiednehmens, des Sterbens und der Trauer hautnah begleiten. Bewusst wähle ich das Wort «konnte» und nicht «musste», denn nebst all den Emotionen die sich im Moment in einem unendlichen Strudel von Gefühlen vermengen, empfinde ich das Erfahrene auch als Geschenk. Ein Geschenk der Güte und der Liebe. In dieser emotional sehr dichten Zeit stellte ich mir viele Fragen, die einen bedürfen keinerlei Anwort und die anderen wurden mir womöglich bereits beantwortet – jedoch entziehen sich mir die Antworten noch. Ich habe Vertrauen, dass mir die Zeit diese Antworten offenbahren wird. Irgendwann. Wellenförmig, wie wenn ein Tropfen in die Oberfläche des Wassers eintaucht, gesellt sich auch die Trauer dazu. Ein Gefühl welches ich zulasse und spüre, ganz bewusst. In den nächsten Monaten werde ich sicherlich noch einige Male den Bedarf verspüren, ein paar Worte zu diesen Erfahrungen und Gedanken zu verlieren.

Alles ins All

Alles ins All

Nicht nur Elon Musk startete in den letzten Jahren mit SpaceX zigmal ins All, auch ich tat es. Er beförderte Güter für die ISS, Satelliten oder geheime Staatsprojekte in die Erdumlaufbahn - ich dagegen bin eher so der Händlertyp, der einige Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt, versucht sich mit interstellaren Transporten einen Namen zu machen. Okay okay, ich lasse die Katze aus dem Sack: Ich spreche von einem Videospiel, nicht der Realität, konkret von Elite Dangerous.

Bereits seit meinen Zeiten als Gamer-Teenager, der sich wenig um seine randalierende Haut scherte und viel Zeit in MMORPGs verbrachte, interessiere ich mich für die unendlichen Weiten des Weltraums. Selbst heute sprechen mich Sci-Fi Medien noch magisch an und wecken die Faszination zum uralten, mystischen All wieder von Neuem. Früher habe ich Zeit in «SpacePioneers» investiert - ein strategisch angesiedeltes Browserspiel mit Echtzeit-Elementen, sodass eine Lieferung Rohstoffe von einem zum nächsten Sonnensystem bspw. reale Tage dauerte und nicht ein paar Sekunden. Durch dieses Konzept war man daher auch gezwungen, sich den Gütertransport mehr vorzustellen als visuelle Unterstützung vom Spiel zu erhalten. Nachdem der Innovationszug rundum die Grafik der 3D Videospiele eine neue Geschwindigkeit erreichte, wurde das Spiel jedoch irgendwie nicht mehr weiterentwickelt... zumindest kommt es mir heute so vor, vielleicht war auch meine Motivation erschöpft (wie mein damals einzig solides Standbein, die Kupfermine auf meinem Heimatplaneten).

Über einen Arbeitskollegen wurde ich nun Jahre später in den Bann eines (für mich bislang) eher unscheinbaren Spiels gezogen - Elite Dangerous. Der Name und die dazugehörigen Screenshots liessen mich vor Monaten, beim Stöbern durch den PlaystationStore, zurückschrecken und ich dachte instinktiv «Nicht noch so ein Shooter». Ich habe mich getäuscht, denn es verbirgt sich weit mehr in diesem Spiel als ein paar Schlachten in den Weiten des Alls. Zu Beginn startet man in eine gigantische Welt mit einer nahezu unendlichen Anzahl von bereisbaren Systemen, Planeten und Monden: Unsere Milchstrasse.

400 billion star systems at an incredible 1:1 scale, with a full galactic and technological simulation based on real scientific principles.

So steht es auf der Webseite www.elitedangerous.com, so ganz glaubt man dies zu Beginn nicht. Doch nach einem Blick auf die «galaktische Karte» und nach der Entdeckung der darin enthaltenen Zoom-Funktion, fällt es wie Schuppen von den Augen. Unglaublich! Der Spieler startet in so einer Art «Weltraum-Smart». Dieses kleine Vehikel bringt dich loyal von A nach B, jedoch ist es beispielsweise in der Sprungweite (zwischen den Systemen) eingeschränkt, sodass man bald schon mit grösseren Modellen liebäugelt. Das Spiel ist ziemlich komplex und schreckt zu Beginn etwas durch die augenscheinlich mühsame Steuerung ab. Hat man sich jedoch ein paar Youtube-Videos bedient und eine Hand voll Tutorials gesichtet, geht es immer leichter von der Hand. Einige Aspekte die mir sehr gut gefallen:

  • Die bespielbare Welt, die zur Verfügung steht, ist unfassbar gross. Gerade in sich zusammenfallende Sterne (weisse Zwerge) wie auch Asteroidengürtel von manchen Planeten bieten ein faszinierendes Schauspiel mit einer beachtlichen Detailtiefe.

  • Man ist in der Lage durch die gigantischen Asteroidengürtel zu fliegen (um z.B. Bergbau zu betreiben) und sogar auf Planeten zu landen.

  • Es steht eine beachtliche Auswahl an möglichen Schiffen zur Auswahl, die man jedoch auch nicht überall erwerben kann. Dasselbe mit Rohstoffen, Passagieren oder im Allgemeinen Aufträgen - je nach Gebiet, Station und System stehen andere Güter zur Auswahl.

  • Die Landung auf Planeten oder das Andocken auf Raumstationen geschieht manuell. Vom Ausfahren des Fahrwerks bis zum Einholen der Landeerlaubnis.

  • Das Universum, in dem man sich bewegt, ist für alle Spieler dasselbe. Es lässt sich beliebig zwischen Einzelspieler (alleine mit NPCs) und «Open Game» (alle Spieler zusammen) hin- und herschalten, ohne irgendwelche Gegenstände oder Schiffe zu verlieren.

  • Es gibt kein konkretes Spielziel, man ist sich selbst überlassen, kann selbst entscheiden und sich entweder als Kampfpilot, Händler, Schmuggler oder Rebell seine Brötchen verdienen.

  • Die Entwicklungs-Roadmap der Softwareschmiede Frontier Developments ist prall gefüllt, allen voran das nächste, grosse Update «Beyond» Ende des Jahres 2018. Es soll die grafischen Elemente besonders bei den Landungen auf Planeneten enorm verbessern und Atmosphäre wie auch Wetter als Spielfaktoren einfliessen lassen. Ich bin gespannt!

Jedem der ab und an gerne einen Controller in die Hände nimmt, sich für Weltraum interessiert und sich nicht von einer komplexen Spielmechanik abschrecken lässt, empfehle ich das Spiel herzlich! Macht euch auf, beladet eure Schiffe mit Treibstoff und zündet die Triebwerke, in 3..2..1.

Frohes neues Jahr

Frohes neues Jahr - zum millionsten Mal.

Es ist nun Mitte Januar des neuen Jahres. Ja, sogar schon zweite Hälfte Januar. Der Normalo vom Typ Durchschnitt, was Urlaub & Sylvestereskapaden angeht, arbeitet seit gut zwei Wochen wieder im regulären Rhythmus. Die Festlichkeiten rund um den schillernden Übergang ins 2018 sind bald schon im Nebel der Vergangenheit vergessen. Trotz alledem werden mir noch heute - obwohl zweite Hälfte Januar (hust) - Hände mit verschiedensten Eigenschaften (von kalt bis feuchtwarm) entgegengetreckt und beispielsweise auf Schweizerdeutsch die Worte "Es guets Neus no, gäll" zugeraunt. In Kombination mit dem damit einhergehenden, gesellschaftlichen Druck dankend und lachend die Hand zu packen und kräftig zu schütteln. Einen ernst gemeinten Glückwunsch sollte darauf ebenfalls erwidert werden. Notfalls reicht ein zustimmendes Nicken. Nein, das ist mir nicht nur einmal passiert. Gefühlt habe ich in den letzten 10 Tagen sicher 1 Million Hände - im beschriebenen Prozdere - geschüttelt. Okay, in Tat und Wahrheit waren es wahrscheinlich merklich weniger, trotzdem musste ich dieser Entwicklung etwas Raum geben.

Summa summarum sind wir alle - ob bewusst oder nicht - funkensprühend und mit lauten, kehligen Glückwunsch-Rufen begleitet ins neue Jahr geschlittert. Fact. And here we are. Ah ja, noch ein frohes neues Jahr! Ba dum tss.

Tesla update header

Update v8.1 (2017.50.3 f3425a1)

Neues Update von der Tesla-Front. Ein besonderes, könnte man fast sagen. Interessanterweise wurde die Software-Aktualisierung v8.1 (2017.50.3 f3425a1) wohl an die gesamte Fahrzeugflotte weltweit verteilt, denn erst gestern am 1. Januar 2018 wurde das Update in den USA ausgerollt (electrek berichtete) und heute bereits in Europa. Spannend - im Vergleich zum letzten Mal (siehe früherer Beitrag).

Automated Wipers (BETA)

Bereits seit dem Umstieg auf die Autopilot 2.0 Hardware wurde dieses Feature schmerzlichst vermisst. Viele Fahrer ägerten sich masslos über die nicht vorhandene Scheibenwischer-Automatik, die heute bei nahzu allen Fahrzeugen der Mittel- oder Oberklasse anderer Marken zum absoluten Standard gehört. Grund für das Fehlen der Funktion war sicherlich dessen Prioriät beim Aufbau des neuen "Tesla Vision"-Systems, die wichtigen Komponenten wie Lenkassistenz oder adaptiver Tempomat waren in der Implementierung wohl vorgezogen worden. Zudem besitzen die S/X Modelle heute auch keine Regensensoren, dies dürfte die Umsetzung natürlich erschwert haben. Die Funktion wurde nun sehr wahrscheinlich mittels der Bildverarbeitung und Mustererkennungssysteme von Tesla Vision umgesetzt. Somit ist es nun möglich, die verschiedenen Arten von Feuchtigkeit auf der Frontscheibe und unterschiedlichen Stärken von Regen über die Kameras des Fahrzeugs zu erkennen. Insgeheim würde es mich reizen zu erfahren, wie sie das gemacht haben - vielleicht erfahren wir später mehr dazu.

Erfahrung: Die Rückmeldungen in den sozialen Medien sind bisher überaus positiv, zumal dieses lang ersehnte Update nun endlich angekommen ist. Nachdem nun endlich Regen kam - räusper - konnte ich die automatischen Scheibenwischer auch einmal testen. Kurz gesagt: Sie funktionieren gut. So wie man es von Scheibenwischer her erwarten kann. Klar, hört sich nun erstmal belanglos an, aber das ist doch ganz schön beeindruckend. Wenn man bedenkt, dass Tesla nun in der Lage ist, ohne Regen- oder Feuchtigkeitssensoren die Scheibenwischer zu bedienen...

Tesla Software Update

Update v8.1 (2017.50.2 3bd9f6d)

Hallo. Gestern am Montag 25. Dezember habe ich endlich wieder einmal ein Software Update für den Tesla bekommen. Das letzte Update der Firmware war 6-8 Wochen her und zuvor hielt interessanterweise ein ungefährer Update-Zyklus von jeweils 30-35 Tage inne. Weshalb dies so ist? Ich weiss es auch nicht. Via Twitter versuchte ich bereits an mehr Informationen zu kommen, wie der Releasezyklus der Firmwareupdates sowie die teilweise erheblichen, zeitlichen Verschiebungen zwischen USA und Europa betrifft - bisher leider ohne Erfolg.

Trotzdem möchte ich hier ganz kurz ein paar Worte über die Änderungen im Rahmen des neusten Updates v8.1 (2017.50.2 3bd9f6d) berichten:

Easy Entry Funktion

Durch electrek wurde bereits einige Male über dieses neue Feature berichtet. Scheinbar hatte sich ein Twitter-Nutzer bei Elon Musk über das teilweise mühsame/schwierige Ein- und Aussteigen aus seinem Tesla Model S beklagt. Dieser hat das Problem eingesehen und "Musk like" gleich einmal versprochen, es asap zu beheben. Wenig später folgte dann das entsprechende Over-The-Air Update. Auf dem Benutzerprofil innerhalb des Fahrzeugs kann nun die "Easy Entry"-Funktion pro Profil aktiviert werden. Die Aktivierung erzeugt ein neues Profil, welches ebenfalls den Namen "Easy Entry" trägt. Auf diesem Profil lässt sich nun die ideale Position von Lenkrad und Fahrersitz speichern, wie man es für einen angenehmen Ein- und Ausstieg nötig hat. Es wäre ja nicht so, dass man ohne diese brandneue Funktion nicht aus oder in das Auto einsteigen könnte - aber warum auch nicht etwas angenehmer machen?

Erfahrung: Man kann auch gut ohne leben, ABER es vereinfacht das Ein- und Aussteigen tatsächlich. Zudem fühlt man sich wie in einem Raumschiff, wenn sich Lenkrad und Sitz automatisch auf den Fahrer ausrichten, sobald man fahrbereit ist. Dieses zusätzliche Luxus-Gefühl ist somit einfach ein kleines i-Tüpfelchen auf dem i-Tüpfelchen.

Battery Climate Control

Dieses Feature ist tatsächlich neu und wurde erst letzte Woche via electrek gespreaded. Aufgrund der eisigen Kälte im Winter (oder auch als Standardausstattung in bestimmten Ländern erhältlich) limitiert die Batterie des Teslas die abrufbare Leistung während des Fahrens. Je nach Temperatur braucht es einige Kilometer, bis die Batterie eine optimale Betriebstemperatur erreicht hat. Die Tesla-App erlaubt es bekanntlich, der Innenraum des Fahrzeugs bereits vor der Abfahrt auf eine angenehme Temperatur vorzuheizen. Das genannte Feature soll nun diese Funktion entsprechend erweitern und es ermöglichen, auch die Batterie bereits vor der Abfahrt vorzuwärmen. Dies führt dann dazu, dass man bereits bei der Abfahrt die volle Leistung zur Verfügung haben soll. In der App wird bei der Aktivierung die benötigte Energie für das Vorheizen der Batterie angezeigt. Macht viel Sinn.

Erfahrung: Konnte es bis anhin noch nicht aktiv ausprobieren, da die Freischaltung der Funktion einerseits durch die App-Version und andererseits der Firmware-Version des Fahrzeugs bedingt ist. Vielleicht ist die Version der Firmware auch noch nicht "hoch genug". Jedoch habe ich mich schon einige Male über die eingeschränkte Leistung "aufgeregt". Okay, um ehrlich zu sein war es eher ein kurzes Schnauben, da es ziemlich nachvollziehbar erscheint, weshalb dem so ist. Unter dem Strich freue ich mich aber über die ergänzende Funktion - sie macht das Fahren bei niedrigen Temperaturen auf jeden Fall angenehmer.

Slow Mode

Ist ebenfalls bereits seit einiger Zeit in der USA (und auch in Europa) bekannt. Nun auch in meinem Tesla angekommen. Es handelt sich dabei um einen speziellen Modus der Beschleunigung. Unter dem Strich ist es einfach weniger Beschleunigung in Kombination mit einer leicht verzögerten Reaktion, das Fahrverhalten wird daduch sehr... sagen wir "zaghaft". Ursprung fand dieses "Feature", soweit mir bekannt ist, ebenfalls bei einem Twitter-Nutzer der das Fehlen der Funktion bei Elon Musk bemängelte. Es handelte sich dabei um Menschen, die mit der schnellen Reaktion und der enormen Beschleunigung vorallem der Modelle S/X nicht klarkamen. Wie ich es drehe und wende - zu 90% Unverständnis. Vielleicht ist es eine gewinnbringende Funktion, wenn sich die 95 jährige Grossmutter spontan ein Model X zulegt und es doch einfach gerne "etwas ruhiger" hätte, was das Fahrverhalten angeht.

Erfahrung: Nein. Nein! Ist sowas von deaktiviert. Wenn du gerne Tesla fährst, brauchst du das ganz bestimmt nicht. Beim besten Willen. Herrje.

Weihnachten 1.0

Weihnachten 1.0

Last Christmas schreit es aus dem Radio und in Geschäften, du weisst, es ist wieder soweit. Der tobende Sturm aus Geschenkpapier in "knalligen" Farben mit silbrig glänzenden Rentieren, grünen Wäldern aus Tannenbäumen in 97 Abstufungen vor jedem einzelnen Einkaufscenter und dem nationalen Keksefieber hat begonnen. Ich mag die Weihnachteszeit. Ja, im Grunde genommen mag ich sie wirklich. Als Kind war Weihnachten eines der Ereignisse im Jahr, die von Aufregung und äusserst spannenden Aktivitäten geprägt waren; Transport und Schmücken des Weihnachtesbaums, zur Hand gehen beim Backen von zig verschiedenen Sorten Keksen und natürlich die Vorbereitungen der eigenen Geschenke für die Familie. Gerade während ich dies schreibe, wird mir bewusst, dass ich für diese Erlebnisse als Kind sehr dankbar sein kann! Schliesslich ist es nicht selbstverständlich, dass man dies auf diese Weise erfahren darf - von daher, ganz im Rahmen der pre-weihnachtlichen Glitzerstimmung: Danke!

Der Gedanke, dass man sich zu Weihnachten etwas zurückzieht, sein Nest schmückt und eine gemütliche, warme Atmosphäre für Familie und Freunde erschafft, gefällt mir sehr gut. Aus Gründen, die sich höchstwahrscheinlich auf ein dezent erhöhtes Stressniveau in den letzten Wochen & Monaten zurückführen lassen, kam Weihnachten dieses Jahr ziemlich plötzlich um die Ecke. Dies führte dazu, dass für grössere Vorbereitungen (#LichterkettenAufDemBalkon #100verschiedeneKekse #4MeterTannenbaum) und damit einhergehende, potenzielle Männerprojekte keine Zeit blieb. Gedanklich notiere ich mir für nächstes Jahr also, früh genug entsprechende Slots einzuplanen.

Trotz der vielen schönen Dinge, gibt es auch ein paar überaus mühsame, hässliche und nervige Schattenseiten: Der fiktive Staudamm namens Weihnachtsgeschäft, der wie jedes Jahr die Flut von Deko-Artikel bis zum Tag X zurückhält, berstet und schleudert eine gigantische Menge von Plastik-Kläusen und -Rentieren übers Land. Seit über einem Monat spühlt es wüste Dekorationsgegenstände wie 1-Meter grosse Hohlkörper in der Form von Rentieren, funkelnde Glitzerrobben (WARUM WTF?) oder lebensgrosse Weihnachtsmann-Puppen durch die Läden. Wir sprechen hier nicht mehr von ein paar besinnlich flackernden Kerzen, einer Tasse dampfenden Gewürztee und duftendes Knuspergebäck - Nein. Das brutale, extravagante Überangebot in Gold-, Silber- und Rottönen von tausenden von Produkten in dieser Zeit, schnürt einem einfach die Kehle zu. Natürlich leben wir in geografischen Gegebenheiten, die ein breites Angebot an verschiedensten Produkten zulassen, aber die Ausmasse übersteigen - zumindest in meinen Augen - mittlerweile die "gesunde Mitte" um ein Vielfaches! *durchschnauf*

Aber okay, heute kann ich daran auch nichts mehr ändern. Das Wissen, dass ich auch am frühen Morgen des 24. Dezembers noch eine 3-Meter hohe Nordmanntanne aus feinstem Kunststoff bekäme, ist überaus beruhigend. Wenden wir uns nun wieder den (oh-du) fröhlichen Dingen im Leben zu: Schöne Weihnachten!

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