Männerprojekte

Männer und ihre Projekte

Ein Baumhaus bauen, ein neues Regal zimmern, einen hölzernen Boden auf dem Balkon auslegen oder ein ausgeklügeltes Lichtsystem installieren. Immer wieder gibt es diese gearteten Aufgaben, die man als Mann (und männliches Stammensoberhaupt der Familie) selbst in die Hand zu nehmen hat - und man will es eigentlich auch. Dabei von einem "Projekt" zu sprechen macht in meinen Augen ziemlich viel Sinn, denn die Durchführung dieser teils komplexen Arbeiten benötigen in den meisten Fällen eine saubere, vorgängige Planung. Wenn wir uns das Baumhaus-Beispiel nochmals vor Augen führen, wird schnell klar, dass sich eine Planung wohl auch positiv auf die spätere Stabilität, Tragfähigkeit und das Erscheinungsbild des Gebildes auswirken wird. Bei kleineren Arbeiten, wie ein Bild aufzuhängen, ist oftmals weniger vorgängige Überlegung notwendig. Wobei auch diese Zeit nicht schlecht investiert zu sein scheint, wenn wir daran denken, dass in den Wänden einer Wohnung eine für mich unbestimmbare Anzahl von Schläuchen, "wichtigen" Kabeln und Rohren verläuft. Die Beschädigung von solchen Dingen würde ich vermeiden wollen, daher ist auch da eine - wenn auch kleine - planerische Vorarbeit nötig. Sobald wir uns einen groben Überblick über die Sachlage verschafft und nun auch ein ungefähres Bild über das Endergebnis vor dem inneren Augen haben, können die weiterführenden Schritte zur Umsetzung eingeleitet werden.

Zugegeben, ab und zu funktioniert es auch gerade anders herum. Dem dringlichen Wunsch nachgebend, diese ausgewöhnlich coolen LED-Panele zu installieren (die sich über eine App mit sagenhaften Funktionen steuern lässt), suchen wir nach tollen Möglichkeiten und Win-Win Situationen, wo wir diese Anschaffung gewinnbringend einbringen können. Sobald die Saat der prächtigen Idee ausgestreut ist und das Projekte das notwendige Minimum an Akzeptanz gewonnen hat, beginnen auch an diesem Punkt die "internen" Überlegungen zur Planung, wenn dies nicht längst geschehen ist.

Die Männerprojekte müssen auch nicht Baumhäuser sein. Baumhäuser sind ziemlich klischeebehaftete, klassische Konstrukte, die wir heute fast mehr im Fernseher antreffen als bei unseren Nachbarn oder bei uns selbst. Ich bin handwerklich nicht gerade immer der selbstsicherste Mensch und fühle mich dabei jeweils wie ein kleiner Junge. Mit Leim im Gesicht. Bei technischen Installationen bei denen eine Affinität zu Elektronik (und digitalen Spielereien) von Vorteil ist, erwacht jedoch Erfindergeist in mir, die ich in vollen Zügen geniesse und auskoste. Selbst wenn Planung und die nötigen Vorbereitungen viel Zeit & Mühe kostet, strebe ich dann einzig dem finalen Ergebnis entgegen. Wenn die Umsetzung dann nach Stunden, Tagen oder Monaten abgeschlossen ist, man(n) verschwitzt vor seinem Werk steht und Zufriedenheit verspührt, dann hat sich die Arbeit einfach gelohnt.

Meiner Meinung nach brauchen vor allem Männer diese Projekte. Diese übergreifenden Aufgaben und zu lösenden Problemstellungen. Das Gefühl gebraucht zu werden und mit den Maschinen, dem Werkzeug eine gute Lösung zu entwickeln. Allerdings werden nicht alle Problemstellungen als würdig genug und als richtige Männerprojekte wahrgenommen. Erst wenn das nötige Interesse und die dazugehörige Motivation für die Problematik entfacht ist - dann kann das Projekt starten. Selbstverständlich macht uns die Lösung dieser Probleme auch sehr stolz und insgeheim grossen Spass. Den kurzen Rausch des Ruhms wenn etwas Kaputes repariert wurde (und vielleicht sogar besser als vorhin funktioniert) ist betörend und aufregend zugleich. Die werte Frau im Hause rollt hin und wieder gerne mit den Augen und kommentiert die Projektaktivitäten gegenüber anderen mit den Worten "(...) er ist da schon lange dran (...)" oder "(...) hat sich da wieder hineingesteigert (...)". Besonders amüsant zu beobachten ist, wenn sich die Frauen dann bei den eigentlich Umsetzungsarbeiten (während gebaut, gestrichen oder montiert wird) heranschleichen und äusserst interessiert beobachten, was nun genau geschieht.

An dieser Stelle möchte ich kurz ein Beleuchtungsprojekt vorstellen, welches vor ungefähr drei Wochen umgesetzt wurde.

Problemstellung: Wohnbereich ist zu dunkel.
Lösung: Mehr Licht.

Was sich einfach anhört, war tatsächlich eine knifflige Angelegenheit. Ein insgesamt ca. 5 Meter hohen Luftraum, eine 6 Meter lange LED-Lichterkette (Philips Hue Lightstrip) und mässige Freude was Arbeiten in luftiger Höhe angeht. Meine Planung war diesbezüglich lediglich durchschnittlich und es war noch eine gesunde Portion Improvisation notwendig. Mittels drei verschiedener Leitertypen konnte die Höhe schliesslich überwunden werden. Eines der stärksten, doppelseitigen Klebebänder auf dem Markt übernimmt die Aufgabe das installierte LED-Band zu fixieren, was (nebst der auch für Finger klebrige Angelenheit) kein grosses Problem darstellte. Während der Planungsphase erörterte ich mittels Prototypen aus Karton, ob der Spalt hinter dem Querbalken genug gross war, damit das LED-Band hindurch passte. Der Prototyp zeigte erfolgreich, dass dies sicherlich kein Hindernis darstellen sollte. Naja, sollte. Die Realität am Tag der Umsetzung bedeutete, dass der Lightstrip mit einer Silikonhülle daherkam (was ich nicht erahnen konnte) und daher wesentlich dicker war, als zu Beginn angenommen. Lange Rede, wenig Sinn: Ein Stück Schleifpapier, welches mit Panzertape zu einem individualisierten Werkzeug umgerüstet wurde, ermöglichte mir schlussendlich die schmale Öffnung hinter dem Balken etwas auszufeilen und zu vergrössern.

Liebe Männer, haltet euch bereit, die richtig wichtigen Projekte in Angriff zu nehmen. Wenn auch nicht sofort. Seid wachsam und greift an, wenn sie viel- und erfolgsversprechend sind.
Aus dem Schatten. Wie eine wilde Bestie. Oder so ähnlich.

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Tesla Autopilot

"Fährt der wirklich alleine?", "Kannst du während der Fahrt auf Youtube?" und "Du musst gar nichts mehr machen, oder?". Diese und weitere interessante Fragen treffe ich nun bereits seit über einem Jahr an. Da ich bis vor 2 Monaten nahezu alles an Neuigkeiten, Testberichten und Interviews verschlang, was die Entwicklung von Tesla betrifft, konnte ich daher meist auch gute Antworten formulieren - leider ohne persönlichen Bezug zur Realität.

Ebenfalls seit zwei Monaten bin ich nun stolzer Besitzer eines grauen (Midnight Silver Metallic) Model S, mit dem ich seither über die asphaltierten Strassen fliege.

Delivery

Ich lese immernoch so einiges im Zusammenhang mit Tesla (sowie den weiteren Musk-Unternehmen SpaceX, Boring Company, SolarCity, Hyperloop). Nun kann ich in die oben genannten Antworten jedoch auch mit persönlichen Erfahrungswerten anreichern und etwaigen Interessenten ein etwas schärferes Bild vermitteln.

Aktueller Entwicklungsstand

Aktive Firmware: v8.1 (2017.42 a88c8d5) / Aufenthaltsort: Schweiz

Um den Begriff "Autopilot" gab es in den vergangenen zwei Jahren viel Umtrieb und Verwirrung. Schnell waren die Gedanken bei dem, was wir aus dem Fernsehen kennen, einem Computersystem welches ohne zetern und mit absoluter Sicherheit die Kontrolle über das Gefährt oder Raumschiff übernimmt, es sicher durch Astroidengürtel und jeglichen Strassenverkehr lenkt - selbstverständlich ohne jegliches Zutun des "Mitfahrers".

In dieser Dimension sind wir natürlich noch nicht ganz angekommen. Tesla nennt den "Autopiloten" eigentlich Lenkassistent, die Umbennenung des Begriffs muss wohl nach dem ersten öffentlichen Aufschrei vorgenommen worden sein. Schlecht finde ich es nicht, obwohl mir Autopilot einfach nach wie vor leichter von der Zunge geht.

Bevor ich nun aus meiner Sicht beschreibe, was zum heutigen Zeitpunkt möglich, bzw. nicht möglich ist, möchte ich darauf hinweisen, dass die Verteilung von Softwareupdates in Bezug auf die besagten Autopilot-Features ein weltweiter Prozess ist. Das bedeutet, dass in den USA bereits weitere Updates im Umlauf sind (ebenfalls für einzelne Bundesstaaten unterschiedlich), die hierzulande noch nicht zur Verfügung stehen. Dies hat zur Folge, dass sich nahezu alle Länder/Kontinente an verschiedenen Positionen in dieser Verteilung befinden und somit auch andere Funktionen/Verbesserungen zur Verfügung stehen.

Heute ist der angepriesene Autopilot tatsächlich eher Lenkassistenz als wirklich mehr. Eine Kombination von adaptivem Tempomat und Spurhalteassistent führen zu einem gelungenen Bild eines selbstfahrenden Fahrzeug. Das Lenkrad bewegt sich von allein und die Geschwindigkeit des Fahrzeugs wird sauber durch die Erkennung des Vordermanns oder des eingestellten Maximalwerts gesteuert. Selbst der Spurwechsel kann automatisiert durchgeführt werden, dafür muss lediglich der entsprechende Blinker gesetzt werden. Danach prüft der Tesla automatisch, ob die Bedingungen für einen Wechsel der Spur erfüllt werden - gestrichelte Fahrbahnabgrenzung, keine nahenden Fahrzeuge sowie ein freier Platz auf der anderen Spur gehöhren sicherlich zu den wichtigsten Faktoren.

Mögliche Gefahren und Schwierigkeiten

Trotzdem ist Vorsicht geboten, beispielsweise erkennt der Tesla noch nicht, dass bei einer freien Fahrbahn aber einem anderen Fahrzeug auf der linken Spur nicht überholt werden darf. In diesem Moment muss der Fahrer korrigierend eingreifen und die Maximalgeschwindigkeit reduzieren oder die Funktion entsprechend deaktivieren. Zudem ist klar spürbar, dass der Lenkassistent noch nicht mit dem Navigationssystem korrespondiert, da z.B. nahende Kurven nicht beachtet werden. Das kann - bei Unaufmerksamkeit - durchaus eine reale Gefahr darstelle - so könnte man mit überhöhter Geschwindigkeit über eine Kurve "hinausschiessen". Die eigentliche Schwierigkeit hierbei rührt vorallem daher, dass enge Kurven bei einer hohen Geschwindigkeit eine schnelle Reaktion des Systems erfordern. Bei scharfen Biegungen der Strasse ist das System also nicht vollends in der Lage eine schnelle Reaktion auszulösen. So sollte meines Erachtens die Geschwindigkeit vor Kurven entsprechend reduziert werden, damit die Kamera- und Kontrollsysteme auch genügend Zeit für die Erkennung und Steuerung des Fahrzeugs haben. Dass diese Art der Information schon längst zur Verfügung steht, zeigen uns aktuelle Navigationssystem-Alternativen von TomTom, Garmin, usw. So führen diese die nächsten "Ereignisse" auf der eingegebenen Route genau auf und geben dem Fahrer bekannt, dass in 150 Meter eine scharfe Linkskurve folgt (als Beispiel). Nebst diesem zentralen Makel gibt es diverse kleine Verbesserungen, mithilfe dessen das System reifen könnte. Nachfolgend sind zwei weitere Beispiele aufgelistet:

  • Das Erkennen einer potenziellen Überholung auf der rechten Spur, wenn ein anderes Fahrzeug mit tieferer Geschwindigkeit auf der linken Spur fährt.
  • Bei stockendem Verkehr oder Stau auf mehreren Spuren: Das korrekte Einschätzen der Situation und Verhindern eines "Autoparken"-Vorschlags an den Fahrer, wenn auf der angrenzenden Spur etwas Platz durch aufrückende Verkehrsteilnehmer entsteht.

Ein durchaus positiver Ausblick

Den Blick in die Zukunft von Tesla lichtet jedoch den schmalen Schatten, der auf dem heutigen Stand der Entwicklung liegt. Man muss bedenken, dass Tesla nun während eines ganzen Jahres ihre Softwareplattform von MobileEye auf eine neue, selbstentwickelte Plattform namens "Tesla Vision" überführt hat. Wenn man die Verbreitung der Fahrzeuge und die Komplexität der herrschenden Regulatorien in den verschiedenen Ländern beachtet, ist dies bereits eine unglaubliche Leistung, die nicht jedes Unternehmen geschafft hätte. Betreffend der sogenannten "Parität" des alten Systems (basierend auf MobileEye) und dem neuen (Tesla Vision) dürften die beiden nun mittlerweile auf dem gleichen Level angekommen sein. Lange wurde Tesla dafür kritisiert, dass der Autopilot 2.0 nicht gleich gut war, wie die initiale Version 1.0 - unter Anbetracht der Hintergründe ist dies jedoch eine logische Konsequenz. Quellen von Tesla gaben bereits vor ungefähr einem Monat bekannt, dass man nun die technologische Basis des Systems stabilisiert und optimiert hat. Nun dürften grössere Wellen an Verbesserungen möglich sein und das Autopilot-System Schritt für Schritt massiv verbessern. Sehr technisch versierte Quellen aus den USA geben sogar an, dass das System intern bereits Bauarbeiten an Strassen und temporale Beschilderungen gut erkennt und einordnen kann.

Ich persönlich glaube stark daran, dass der Ansatz von Tesla Vision ein sehr realitätsnahes Vorgehen und ebenso erfolgsversprechend ist. Zudem bin ich überzeugt, dass das System durch die Kombination von neuralen Netzwerken und der Auswertung von Fahrzeugdaten (mittels Deep/Machine-Learning) einer enorm grossen und weltweit aktiven Fahrzeugflotte, schnell an Bedeutung gewinnen wird. Vor einigen Monaten habe ich einen Artikel eines Analysten gelesen, der sich zum Thema "Autonomes Fahren" wie folgt äusserte; derjenige mit den meisten gesammelten Daten, wird die Nase im Rennen des autonomen Fahrens vorne haben. Alle Tesla Fahrzeuge, inklusive dem Model 3, liefern bereits seit weit über einem Jahr Fahrdaten an Tesla. Seit einem halben Jahr werden sogar ergänzende Kontrastbilder von Kameras übermittelt, mithilfe dessen das neurale Netzwerk Entscheidungsgrundlagen für die Weiterentwicklung der Software errechnen kann. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass Tesla mit Google (die übrigens ein gänzlich anderes Verfahren als Basis ihres System verwenden) um die Wette eilen wird, wenn es darum geht die Nase vorn zu haben. Im Falle von Tesla profitieren jedoch bereits hundertausende Kunden von der fortschrittlichen Technologie. Wir werden sehen! :)

Tesla semi header

Tesla Semi

4:45 Uhr. Der Wecker klingelt. Die Müdigkeit ist dem Mann ins Gesicht geschrieben, als er noch mit halb geschlossenen Augen die Beine aus dem Bett warf. Nach einem Röhren der Kaffeemaschine wird ein Macbook aufgeklappt und das fahle Licht des Bildschirms fällt auf die Haut der davor sitzenden Person. Während der heisse Kaffee eine wohlduftende und angenehme Atmosphäre schafft, huschen die Finger des Mannes über die flache Tastatur. Nur Augenblicke später öffnet sich ein Livestream einer Webseite und das Logo von Tesla erscheint auf dem schwarzen Hintergrund.

Wenn du jetzt denkst, dass ich um diese Zeit aufgestanden bin, um mir die Enthüllung eines Lastkraftwagen anzusehen... Nein, bin ich nicht. Ich bin mir jedoch sicher, dass die oben beschriebene Szene irgendwo in Europa stattgefunden haben muss. Um ehrlich zu sein, habe ich es mir tatsächlich einen kurzen Moment überlegt, aufzustehen und das lang erwartete Event von Tesla live zu verfolgen. Da sich der Event im Endeffekt jedoch (lediglich) um ein Sattelkraftfahrzeug handeln sollte, habe ich mich dagegen entschieden. Vor ein paar Monaten, am 29. Juli 2017, bin ich früh morgens aufgestanden, um das "Delivery Event" des Tesla Model 3 mitzuverfolgen. Da ich die Entwicklungen rund um das preiswerte(re) Mittelklasse-Fahrzeug Model 3, bereits seit 1.5 Jahren sehr nah verfolge, war das für mich ein unheimlich spannender Anlass den ich auf keinen Fall verpassen wollte.

Hätte ich im Vorfeld gewusst, dass "one more thing" (von Elon Musk bereits vor Monaten via Twitter versprochen) in diesem Kontext bedeuten würde, als "Beigemüse" auch den Nextgen Roadster zu enthüllen, so wäre ich vermutlich morgens aufgestanden. Jetzt aber zum Eingemachten:


Performance

Gerade was die ausgezeichneten Leistungswerte angeht, wird Tesla Semi direkt mit einem LKW vergleichen, der mittels Verbrennungsmotor und Diesel betrieben wird. Der Tesla Truck soll somit ohne Anhänger innert 5 Sekunden auf ca. 100km/h beschleunigen können, dies entspricht fast einem heutigen Model X. Mit Anhänger (voll beladen entspricht 40 Tonnen) sollen 20 Sekunden möglich sein, im Vergleich dazu benötigt der Diesel in der Regel 15 Sekunden, respektive ungefähr eine volle Minute im beladenen Zustand. Beeindruckt bin ich persönlich von der Aussage, dass durch das regenerative Bremssystem (welches auch bereits in allen anderen Tesla Fahrzeugen seinen Einsatz findet) satte 98% der kinetischen Energie wieder in die Batterie eingespiesen werden kann, dadurch sollen die Bremsen kaum abnutzen und eigentlich nicht abnutzen. Die Rekuperation mittels Umkehren der Magnetfelder (der vier unabhängigen Elektromotoren) ermöglicht dadurch eine enorme Bremsleistung. Gleichzeitig wird Energie zurückgewonnen und dies findet bereits statt, wenn der Fuss leicht vom Gaspedal genommen wird. Somit wird auch bei diesem Fahrzeug von Tesla "one-pedal-drive" ermöglicht. Meines Erachtens trägt dies enorm zu einem entspannten Fahren bei, was als Lastwagenfahrer von grosser Bedeutung sein dürfte.


Driver Experience

Analog zu "User Experience", was vorallem in der Web-/Appentwicklung die Nutzererfahrung anhand der Bedienung beschreibt, ist beim Tesla Truck auch am Fahrerlebnis geschraubt worden. Das gesamte Design des Fahrzeugs wurde um den Fahrer herum konzipiert und beherbergt einen zentralen Schalensitz. Spontan schiessen mir Bilder eines Raumschiffs und der mittig angeordnete Sitzplatz des Piloten durch den Kopf. Anyway. Elon Musk verriet bereits Monate vor der Enthüllung, dass der Tesla Truck auf demselben Framework wie der Model 3 basieren werde. Dies lässt sich heute durch verschiedene Merkmale nachvollziehen. Die vorne abgerundete Motorhaube sowie die zwei vertikalen Monitore (links und rechts des Fahrers) erinnern klar an den Model 3. Die Antriebsstränge, die auf Höhe der gigantischen Batterie werkeln, sind scheinbar auch an diejenigen des Model 3 angelehnt - wobei man das bisher leider nicht zu Gesicht bekommen hat. Der Innenraum der Fahrerkabine gestaltet sich geräumig und es soll möglich sein, aufrecht darin stehen zu können. Ich freue mich, wenn in 1-2 Jahren erste Videos auftauchen, die etwas mehr Details zeigen. (z.B. Schlafmöglichkeit für den Fahrer? Stauraum?)


Security and Autopilot

Wie zu erwarten war, wurde die Messlatte in Bezug auf Sicherheit enorm hoch angesetzt. Die Batterie wurde verstärkt und soll beim einem heftigen Aufprall "als Schutzschild" dienen können. Die Windschutzscheibe ist explosionssicher und besteht aus speziellen "Tesla Armor"-Sicherheitsglas. Kameras überwachen das Umfeld des Fahrzeugs und können bei Gefahren, Hindernissen und anderen Fahrzeugen im toten Winkel entsprechende Aktionen auslösen. Um das Schleudern (siehe Jackknifing) des Anhängers um die Fahrerkabine zu verhindern, überwachen Sensoren die Stabilität des Trucks. Sobald der Truck ins Schlingern gerät und die Instabilität zunimmt, reagiert das smarte System mit positivem/negativem Drehmoment auf den einzelnen Rädern, während alle Bremsen unabhängig voneinander betätigt werden. Wie auch alle anderen Fahrzeuge der Tesla-Flotte wird auch der Truck mit dem erweiterten Autopiloten ausgestattet, nebst diesen Funktionen soll er auch in der Lage sein, in einem Konvoi mit anderen Tesla Semi's zu fahren.

Auf die Gesamtbetriebskosten, die mindestens 20% niedriger sind als bei einem herkömmlichen Diesel-Truck, möchte ich nicht weiter eingehen. Die Batterie des Tesla Trucks hebelt die Fahrleistung auf 500 Meilen (ca. 800km) und lässt damit viele Mitbewerber, die ihre Lastfahrzeuge vorgestellt haben, weit hinter sich. Im Schnitt wurden die bisher vorgestellten "Alternativen" von Elektro-Trucks, die in den nächsten Jahren die Strasse erreichen dürften, mit einer Leistung von 200-300 Kilometern versehen. Insgesamt sind die Zahlen also durchaus beeindruckend und lassen (für den aktuellen Stand der Entwicklungen) keine Wünsche offen.


Wer sich im Nachgang noch für einen kleinen Rückblick interessiert und zu guter Letzt vielleicht auch einen Blick auf den neuen Roadster werfen möchte:

(TheVerge)

Home hero

Ein Anfang

Draussen regnet es wie aus Kübeln und die dicken Tropfen klopfen gleichmässig gegen die Fenster der Wohnung. Neben mir steht eine Tasse Bio-Schwarztee an dem ich mir soeben das dritte Mal den Mund verbrannt habe (jedoch auch an jedem Schluck genüsslich labe). Nun denn, das ist mein erster "offizieller" Blogeintrag *Fanfaren in der Ferne*. Man dürfte sich vielleicht fragen, weshalb ich ausgerechnet jetzt - gefühlte 10 Jahre nach der Zeit als jeder ein Blog hatte - auch einen Blog starte. Tja, ob die Zeit noch nicht reif war, ich dafür noch nicht bereit oder ich dafür einfach keine Lust hatte - ich weiss es auch nicht so genau. Fakt ist, dass ich hier und jetzt damit anfangen möchte. Sozusagen einfach einmal mit dem Anfang anfangen. Noch ist alles im Aufbau, etwas roh, unerprobt, noch kein Anspruch optimal zu sein. Jedoch wird sich alles fügen und entwickeln - immer mal wieder. Die liebe Sarah greift mir unter die Arme und gestaltet mit Herz ein kleines, knackiges Logo für 2o1n. Warum 2o1n? Diese bereits tief verankerte Floskel rührt von meinem niederländischen Familiennamen "Loosman" her. Geschrieben mit 2 o's und einem (1) n, daher lautet diese seit jeher "Loosman - Mit zwei O und einem N". Im Grunde genommen handelt es sich dabei jeweils um eine prophylaktische Korrektur oder Berichtung, während jemand meinen Namen notiert.

Es ist ein gutes und spannendes Gefühl etwas frisches zu machen, noch formlos und weich wie ein Klumpen Lehm - im übertragenen Sinne. Letztenendes ist dies eine nicht allzu schlechte Basis um mit etwas Neuem zu beginnen. Was die Ausrichtung oder Orientierung angeht, werde ich mich selbst einfach einmal überraschen lassen, wohin es mich treibt. Am inneren Auge schweben mir diverse Dinge vorbei, die mein Leben in irgendeiner Form begleiten und vielleicht einmal das Eine oder Andere Wort wert wären. Davon habe ich jedenfalls genug auf Vorrat. Begonnen mit der kleinen, entdeckten Leidenschaft des Brotbackens, einen Blick in die Welt von Tesla, über etliches Alltagsgedöns bishin zu möglichen Unboxing/Reviews von neuen Produkten der Tech-Welt, die mich bereits seit meinen jungen Jahren begeistert. Bis zum nächsten Mal, wenn wieder heisst "Freizeit ist Schreibzeit" *lach*!

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